Arbeitswelt der Zukunft: Digitalisierung und neue Herausforderungen

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Die Arbeitswelt ist ständig im Wandel und die Digitalisierung verändert Arbeitsstrukturen und Strategien immer wieder. Maschinen ersetzen immer mehr Mitarbeiter, Unternehmen setzten auf Big-Data Auswertungen und das „Work-Life-Balance“ Prinzip wird immer wichtiger. Wie verändert digitale Technik das Arbeitsleben in Büros und Fabrikhallen und was macht gute Arbeit in Zukunft aus? Alles was du zur Arbeitswelt der Zukunft wissen musst, haben wir dir hier zusammengefasst.

Was wird sich in Zukunft ändern?

In der Arbeitswelt der Zukunft wird es zunehmende Ansprüche für Arbeitnehmer geben. Sie müssen permanent neue Prozesse und Technologien im Arbeitsalltag anwenden und richtig nutzen. Auch für Arbeitgeber stellt sich mit zunehmender Digitalisierung und somit ständig neuen Abläufen, eine neue Herausforderung dar. Wer mit dem Wandel der Zeit gehen will, muss in Zukunft sein Unternehmen für das schnelllebige Arbeitsleben, mehr digitale Prozesse und neue IT Lösungen bereit machen. Die Teams im Unternehmen werden ortsunabhängiger arbeiten, ihren Arbeitsort häufiger wechseln und mehr Cloud-Tools nutzen. Eine aktuelle Studie („Digitale Agenda 2020 Human Resources”) zeigt, dass bereits die Hälfte der Arbeitnehmer mit immensen Veränderungen umgehen muss. Dabei fehlen aber häufig Strategien oder Konzepte für den Umgang mit dem Wandel der Arbeitswelt und der Digitalisierung vom Arbeitgeber.

Eine neue Freiheit des Arbeitens

Digitale Medien bieten uns in der Arbeitswelt der Zukunft eine neue Freiheit, wie wir sie zum Teil schon heute erleben. Es ist möglich unabhängig von Ort und Zeit zu arbeiten, egal ob man unterwegs ein Projekt mit einem Kunden besprechen oder sich mit seinem Team austauschen will. Vor allem für größere Unternehmen mit mehreren Standorten bieten sich hier viele Vorteile. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen jedoch immer mehr. Wie beeinflusst diese Entwicklung also unsere Gesellschaft und unser Business?

Mensch vs. Maschine

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung geht davon aus, dass mindestens 12 Prozent aller Jobs in Deutschland in Zukunft durch Maschinen ersetzt werden. Im Allgemeinen bedeutet das: Routinetätigkeiten fallen weg, weil Computer diese viel schneller erledigen. Den komplexeren und kreativeren Teil der Arbeit müssen aber weiterhin die Angestellten übernehmen, z.B. die Kundenberatung, die Entwicklung neuer Arbeitsstrategien, Ideen oder Projekten. Die Kunden schätzen den persönlichen Kontakt in vielen Bereichen. Trotzdem stehen wir immer häufiger Automaten oder Bildschirmen gegenüber. Das Internet garantiert beispielsweise bei Online-Banking eine 24⁄7-Verfügbarkeit, während wir früher an Banköffnungszeiten gebunden waren. Bisher erledigen Roboter in den meisten Fällen auch nur „stupide“ Aufgaben. Da diese Maschinen aber immer schlauer werden, sollten vor allem große Unternehmen sich zumindest mit künstlicher Intelligenz befassen. Für kleinere Unternehmen sind zudem neue Tools und Medien zur besseren Kommunikation im Team ein Benefit für den gesamten Arbeitsprozess.

Freelancer werden stärker gefragt

Die Bindung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer löst sich immer mehr, denn der Trend geht in Richtung mehr freie Mitarbeiter. Zeitarbeitsfirmen zeigen ebenfalls, dass der Trend weg von einem langfristigen Arbeitsverhältnis oder einer Vollzeitstelle geht. Das bietet natürlich klare Vorteile für die Unternehmen. Geringere Kosten, mehr Flexibilität und keine langen Kündigungsfristen. Für die Arbeitnehmer ist das natürlich unvorteilhaft, denn das Sicherheitsgefühl im Job geht dadurch verloren. Zudem sind Wirtschaft und Gesellschaft gefordert, Unterstützung für diejenigen zu leisten, die mit temporären Jobs, Teilzeitstellen oder Selbständigkeit kaum über die Runden kommen.

Von den Arbeitnehmern der Zukunft wird mehr Kreativität und komplexeres Denken verlangt. Bereiche wie Forschung und Produktentwicklung können relativ schlecht ausgelagert oder automatisiert werden. Arbeiten wird mehr und mehr eigenverantwortliches Agieren, Planen und Konzipieren auch außerhalb fester Bürozeiten und -gebäuden. Die Nachfrage nach Fachkräften und gut ausgebildeten Personen wird zunehmen, während ungelernte Kräfte es schwerer haben werden, Arbeit zu finden.

Der Kunde wird Dienstleister

Auf der anderen Seite stellen die Kunden, aber auch die Mitarbeiter, immer mehr Anforderungen und Ansprüche an die Unternehmen. Weiterbildungen und Qualifikationen wollen immer mehr wahrgenommen werden, um für die berufliche Karriere und neue Herausforderungen schonmal vorzusorgen. Zudem wünschen sich Arbeitnehmer immer mehr Freiheiten bei den Arbeitszeiten und mehr Flexibilität an welchem Ort sie arbeiten möchten. Home-Office Lösungen und Projektplanung während man unterwegs ist, sind schon heute ein oft gesehenes Geschehen.

Die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit verschwinden

Dadurch, dass Arbeitnehmer auch in ihrer Freizeit Zugriff auf Projekte oder Aufgaben erhalten, entstehen mehr Möglichkeiten zur individuellen Arbeitsgestaltung. Hier sieht man heutzutage schon viele Unternehmen die ihren Mitarbeitern eine Gleitzeit-Regelung oder ein Home-Office bieten. Durch diese Freiheit sind Arbeitnehmer auch immer mehr dazu geneigt sich gegen eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder einem Berufsverband zu entscheiden.

Vom 8-Stunden-Tag zu Produktivitäts-Phasen

Nicht jeder Mensch hat die gleichen Phasen, in denen er produktiv arbeiten kann. Es gibt Menschen, die lieber abends Sport machen, aber es gibt eben auch die Frühaufsteher, die morgens schon eine Runde joggen gehen. Genauso gibt es verschiedene Arbeitstypen. Hier ermöglichen die individuell angepassten Arbeitszeiten oder nicht ortsabhängiges Arbeiten für viele Menschen mehr Möglichkeiten ihren Tag zu gestalten. Oft sind so jedoch die Zeiten, in denen man sich konzentriert mit einer Aufgabe befasst, kürzer. Umso wichtiger ist es deshalb hoch konzentriert arbeiten zu können. Viele Unternehmen tun hier alles, damit der Arbeitsplatz zum Wohlfühlort wird. Damit sich die Teams auch trotz größtenteils digitaler Verständigung noch persönlich zusammenfinden, bieten viele Unternehmen ihren Mitarbeitern gemeinsame Sportangebote, Obst oder andere besondere Speisen, Gemeinschaftsräume, Tischkicker und andere kreative Orte.

Management im Wandel

Gerade für Teambildungsprozesse findet der Austausch von persönlichen und privaten Inhalten weniger in persönlichen Treffen statt. Stattdessen werden immer häufiger digitale Kommunikationskanäle genutzt. Konflikte im Team werden dadurch oft weniger spät erkannt, angesprochen und gelöst. Durch die digitale Kommunikation wird es ebenfalls schwieriger Aufgaben und Anweisungen verständlich an die Mitarbeiter weiterzugeben. Damit die Kommunikation innerhalb des Teams effizient und schnell erfolgen kann, müssen neue Wege zum Verlauf eines Projektes gefunden werden.

Fazit: Um die Arbeitsweise eines Unternehmens zu ändern und auf die neuen Herausforderungen der Digitalisierung vorzubereiten, ist es oftmals nicht mit einem Tool getan. Eine Kombination aus neuen Tools, Trainings- und Kommunikationsstrategien ist notwendig. Die zwischenmenschliche Zusammenarbeit und das Büro an sich muss ebenfalls an neue Strukturen und Kommunikationsprozesse angepasst werden.

 

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