Mitarbeiter finden: Stellenanzeige richtig schreiben

Stellenanzeigen funktionieren für das Recruiting im Unternehmen nach wie vor. Jedoch ist das Schreiben einer Stellenanzeige heutzutage nicht mehr so einfach wie früher. Der Alltag der Menschen wird immer schnelllebiger und überall wird man von verschiedenen Informationen und Angeboten bombardiert. Nicht immer lassen sich die Angebote herausfiltern, die man individuell auch nutzen kann oder sehen möchte. Eine ebenso große Herausforderung ist es, beim Kandidaten aus der Masse an Stellenausschreibungen herauszustechen und in Erinnerung zu bleiben.

Wie Sie Ihre Stellenausschreibung richtig schreiben und somit qualifizierte Bewerber erreichen, zeigen wir Ihnen in diesem Blogbeitrag. Außerdem finden Sie eine kostenlose PDF mit den wichtigsten Infos im Überblick zum Download.

Stellenausschreibung: die Basis

Das Recruiting wandelt sich und ständig gibt es neue Recruiting-Strategien. Mittlerweile gibt es mehr als die übliche Print Anzeige in einer Zeitung. Auch auf Online-Plattformen, Unternehmensseiten und per Google wird versucht die Bewerber bestmöglich anzusprechen. Weil sich stets neue Möglichkeiten entwickeln, eine Anzeige zu schalten und zu erstellen, wird es immer wichtiger auch die Basis der Anzeige zu beachten: die Stellenausschreibung richtig zu schreiben. Denn diese ist der erste Kontakt mit dem Jobangebot und dem Unternehmen. Durch Individualisierungsmöglichkeiten, Videos über das Unternehmen, schnelle und einfache Kontaktformulare und viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten kann die Stellenanzeige so effektiv wie noch nie auf das Unternehmen angepasst werden.

 

Planung der Stellenanzeige: Die richtige Strategie wählen

Viele Unternehmen nehmen sich wenig Zeit für eine Stellenausschreibung und nutzen das, was Sie auch seit Jahren schon genutzt haben, um neue Bewerber anzusprechen. Im Gegensatz zu anderen Marketingstrategien und Ausstrahlungen Ihrer Werbung, wird sich bei Stellenanzeigen oft noch auf die altbewährten Tools, wie Zeitungen und Jobbörsen verlassen, obwohl der Markt mittlerweile viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung stellt.

Bevor Sie also loslegen mit Ihrer Stellenanzeige, sollten Sie sich kurz Zeit nehmen, um Ihre Ausschreibung zu planen.

Die richtige Zielgruppe ansprechen

Überlegen Sie sich zuerst, welche Zielgruppe Sie überhaupt ansprechen wollen.
Diese zwei Aspekte sollten Sie sich überlegen:

  1. Was ist die Zielgruppe?
  2. Wie wollen Sie diese überzeugen?

Jobangebote sind Marketing-Maßnahmen, bei denen Sie eine freie Stelle vermarkten wollen. Wie bei jeder Art des Marketings ist hierfür eine möglichst präzise Definition der Zielgruppe von Vorteil.

Hier hilft es, wenn Sie sich den passenden Bewerbern konkret vorstellen, der in Zukunft Teil Ihres Teams werden soll. Das bedeutet: Legen Sie Altersgruppe, Persönlichkeit, Erfahrung im Beruf und mehr konkret vor. Behalten Sie diese Person immer vor Augen und überlegen sich dann, wie Sie genau diese Person von Ihrem Unternehmen überzeugen.

 

Das eigene Unternehmen authentisch präsentieren

Wenn Sie Ihre Zielgruppe bestimmt haben, müssen Sie natürlich auch darauf eingehen, warum Bewerber sich genau bei Ihrer Firma bewerben sollen. Finden Sie also heraus, was Ihr Unternehmen ausmacht. Was macht Sie attraktiv als Arbeitgeber? Welche Unterschiede gibt es bei Ihnen im Vergleich zur Konkurrenz ? Was sagen Ihre Mitarbeiter über Ihr Unternehmen? Hier können Sie auch Ihr Unternehmensleitbild und Ihr Corporate Identity mit einfließen lassen. Dieses Bild sollte sich durch die ganze Stellenanzeige ziehen und idealerweise neue Bewerber dazu animieren, Ihnen Ihre Bewerbungsunterlagen zu übersenden oder sich genauer über Ihr Unternehmen zu informieren. Gelingt Ihnen das, wird die Stellenausschreibung auch bei Ihrer gewünschten Zielgruppe in Erinnerung bleiben.

 

Der Aufbau der Stellenanzeige

Grundsätzlich lohnt es sich, bei Stellenanzeigen auf altbewährte Marketingstrategien zurückzugreifen. Berücksichtigen Sie daher diese Punkte bei der Schaltung Ihrer Stellenanzeige:

  • Attention (Aufmerksamkeit)
  • Interest (Interesse)
  • Desire (Verlangen)
  • Action (Aktion)

Ihre Stellenanzeige soll also zuerst einmal Aufmerksamkeit beim Bewerber erregen. Das funktioniert am besten über den Jobtitel und über gestalterische Elemente, wie Bilder, Logos usw.

Die Gestaltung der Anzeige: Ein Bild sagt mehr als Worte

Bilder bleiben mehr in Erinnerung als Texte und sprechen Bewerber schnell und direkt an. Die Nachricht wird innerhalb weniger Sekunden vom Empfänger verstanden und vermittelt eine ganz bestimmte Emotion. Gesichter kommen deshalb generell immer besser an, als Gegenstände, denn diese Emotionen kennen wir und verstehen direkt, um was es geht. Wir verbinden mit bestimmten Personen auch ganz bestimmte Vorstellungen. Hier können Sie wieder auf die Person zurückgreifen, die Sie sich für Ihre Stellenausschreibung vorgestellt haben. Sollte Sie eher jung und neugierig aussehen (z.B. für eine Azubi Stelle) oder etwas älter und eine gewisse Sicherheit ausstrahlen (z.B. bei Stellen mit Berufserfahrung). Vertrauen Sie hier auf Ihren Instinkt und wählen ein authentisches Foto. Teamfotos oder Mitarbeiter Ihres Unternehmens können hier ebenfalls verwendet werden.

Den richtigen Jobtitel wählen

Viele Recruiter versuchen mit englischen Begriffen möglichst viele Bewerber gleichzeitig anzusprechen und die Position der Stelle hervorzuheben, wie z.B. “ Head of Verbal Communications gesucht!“ statt schlicht und einfach verständlich „Sekretär/in gesucht!“. Oft wissen Bewerber hier überhaupt nicht, um welche Stellenanzeige es sich handelt und können mit dem englischen Begriff auch nichts anfangen. Außerdem bewerben sich Kandidaten eher auf eine Stellenanzeige, wenn bereits aus dem Titel die genaue Tätigkeit hervorgeht.

 

Quelle: www.orbis-uebersetzungen.de/kreative-englische-berufsbezeichnungen/

 

Insgesamt sollte der Titel der Stellenausschreibung kurz und genau sein. Er sollte nur den Jobtitel – beispielsweise „Sekretär (m/w/d)“ – sowie unter Umständen das Arbeitszeitmodell, den Standort oder das jeweilige Projekt enthalten, wenn die Stelle projektbezogen ist. Alle weiteren Informationen findet der Bewerber dann in Ihrem ausführlichen Stellentext.

Jobbeschreibung präzise formulieren

Weiterhin ist natürlich auch der Aufbau Ihres Stellentextes wichtig: Die wichtigsten Informationen sollten übersichtlich dargestellt sein und realistische Punkte aufweisen. Gehen Sie außerdem auch auf die Vorteile in Ihrem Unternehmen ein, was Sie dem Bewerber bieten und was Ihn in seinem neuen Job erwartet. Abgeschlossen wird die perfekte Stellenanzeige durch die Handlungsaufforderung. Dazu geben Sie Informationen zum Einreichen der Bewerbung und fordern auf: Jetzt bewerben! Hier sollte die Kontaktaufnahme und das Hochladen der Bewerbungen einfach gehalten und schnell abwickelbar sein.

 

Jobsocial Checkliste Stellenanzeigen

 

Hauptteil: Die wichtigsten Inhalte einer guten Stellenanzeige

Interesse wecken: Wer sind wir?

In jede Stellenanzeige gehört eine kurze Vorstellung des Unternehmens. Wichtig beim Schreiben der Stellenausschreibung: Präsentieren Sie sich authentisch und sympathisch. Wecken Sie Emotionen durch aktive Formulierungen und aussagekräftige Adjektive beim Leser. Er soll schließlich Lust auf Sie als Arbeitgeber bekommen.

Hier sollten Sie hervorheben, was Ihr Unternehmen von der Konkurrenz unterscheidet.
Ein Beispiel für ein großes Unternehmen wäre:

„*Beispielfirma* ist der größte Hersteller von „Beispielprodukt“ der Welt. Dank innovativer Prozesse und eigens entwickelter Technologien überzeugt *Beispielfirma* seine Kunden weltweit mit sicheren und verlässlichen Lösungen. Mit 13 Standorten in vier Ländern vernetzen wir die europäische Industrie und setzen voll auf internationale Kooperationen. Für unseren Standort in *Beispielstadt* suchen wir jetzt in Voll- oder Teilzeit eine/n …“

Ein mittelständisches Unternehmen könnte beispielsweise so für sich werben:

„80 Mitarbeiter sind das Herz und die Seele von *Beispielunternehmen*. Gemeinsam ziehen wir an einem Strang: Unseren Kunden bei „Beispieldienstleistung“ helfen uns nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Unser Unternehmen ist seit vier Generationen in Familienhand. Werde jetzt Teil der Familie als…“

Wohingegen ein Startup einen anderen Fokus setzen sollte:

„*Beispielstartup* ist das aufstrebende Unternehmen der deutschen Softwareszene. In unter zwei Jahren haben wir bereits Gewaltiges geleistet und mit *Beispielsoftware* aus dem Nichts eine Software-Lösung entwickelt, dank der wir die gesamte *Beispielbranche* revolutionieren. Unsere Vision ist es, dass in fünf Jahren … Für diese Vision brauchen wir deine Hilfe! Für unser rasant wachsendes Team suchen wir …“

 

Das Herzstück: Die Jobbeschreibung

Machen Sie klar, um welche Art von Beruf es geht. Führen Sie eine Aufgaben- und Tätigkeitsbeschreibung der offenen Stelle auf. Die Jobbeschreibung sollte enthalten:

  • Welche Aufgaben gehen mit dem Job einher?
  • Welche Position hat die Stelle im Unternehmen?
  • Aufstiegschancen/Karrieremöglichkeiten
  • Eintrittsdatum, Standort, Art der Anstellung
  • Eventuell typischer Arbeitsalltag

Viel Text mit wenig Bedeutung dahinter bringt nur wenige Bewerbungen ein. Der Verfasser der Stellenanzeige versucht oft möglichst viele Bewerber gleichzeitig anzusprechen, jedoch kommt es auch hier auf die richtige Definition der Zielgruppe an und wen man mit seiner Jobanzeige zielgerichtet ansprechen möchte.

 

Stellenanzeige schreiben: Wen Sie suchen

Behalten Sie Ihre Zielgruppe vor Augen und formulieren Sie Ihre Erwartungen klar an die Bewerber. Fragen Sie nach möglichst konkreten Eigenschaften und Fähigkeiten. Denn gerade hier bringen Sie ungenaue Floskeln wie „flexibel und belastbar“ nicht weiter. Sie sollten sich außerdem überlegen, welche der Anforderungen wirklich von Bedeutung sind. Zu viele oder zu hoch gegriffene Erwartungen schrecken möglicherweise passende Kandidaten ab.

Nennen Sie zusätzlich Arbeitgeberbenefits (z. B. Kantine, kostenloses Fitness-Programm oder flexible Arbeitszeiten) sowie Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen.

 

Und Action! Den Abschluss der Stellenanzeige schreiben

Mit unseren Tipps zu Ihrer Stellenausschriebung sollte Ihr Kandidat jetzt richtig Lust haben, sich bei Ihnen zu bewerben. Der Leser sollte sich jetzt denken: „Die suchen mich! Das Unternehmen ist genau richtig! Die Stelle klingt unglaublich! Wie kann ich mich bewerben?“ Ihr Bewerber sollte außerdem keine offenen Fragen mehr haben und falls doch, sollten Sie wissen, an wen Sie sich wenden müssen.  
Informieren Sie ihn also über:

  • Kontaktdaten und Informationen zum Ansprechpartner
  • Gewünschte Bewerbungsform/gewünschter Bewerbungsweg (E-Mail, Post,  Bewerbungsformular)
  • Geforderte Unterlagen
  • E-Mail-/Postadresse oder Link zum Bewerbungssystem
  • Bewerbungsschluss

Grundsätzlich sollten Sie die Bewerbung möglichst einfach machen. Richten Sie Ihre Bewerbungswege so ein, dass eine Bewerbung in unter 20 Minuten möglich ist.

 

Bewerber gleich behandeln

Da das Bundesverfassungsgericht das dritte Geschlecht offiziell anerkannt hat, reicht es in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr aus „Vertriebler/in (m/w)“ zu schreiben. Stattdessen sollten Sie Formulierungen wie „Vertriebler (m/w/d)“ oder auch „Vertriebler/in (m/w/d)“ nutzen. Dabei steht das „d“ für divers, schließt also alle anderen Geschlechter mit ein.

Da das ganze Thema sehr kompliziert ist und es zahlreiche Ausnahmen und Sonderfälle gibt, empfehlen wir den Artikel der IHK . Dieser geht noch einmal tiefer ins Detail.

 

Stellenanzeige auf den richtigen Plattformen schalten

Eine Stellenanzeige kann noch so gut designed und geschrieben sein, wenn Sie keiner sieht, werden Sie damit keinen Erfolg haben. Es kommt deshalb auch auf die optimale Veröffentlichung für Ihre Stellenanzeige an. Die Sichtbarkeit Ihrer Anzeige lässt sich maximieren, indem Sie diese dort veröffentlichen, wo viele Menschen unterwegs sind.

 

Bewerbersuche über Facebook

Wir empfehlen Ihnen hier Facebook, denn hier lassen sich Zielgruppe und viele weitere Merkmale Ihres Bewerbers eingrenzen. Sie erreichen hier nicht nur aktiv suchende Bewerber, sondern auch passive Bewerber, die genau auf Ihre Stellenanzeige passen.

 

32 Millionen Nutzer

verzeichnet Facebook allein in Deutschland. In unserem schönen Bundesland – dem Saarland – sind ganze 460.000 Facebook Profile registriert.

Mobil immer dabei

Über 90% der Nutzer sind auf mobilen Endgeräten wie z.B. Handy oder Tablet unterwegs. Die sozialen Netzwerke sind optimiert für die Darstellung auf diesen Geräten. Die Bewerbung kann schnell und unkompliziert online ausgefüllt werden.

14 bis 65+ Jahre

Facebook nutzt schon lange nicht mehr nur die jüngere Generation. Mittlerweile sind alle Altersgruppen bei Facebook vertreten.

 

Gerne unterstützt Sie unser Jobsocial-Team bei der Suche nach dem passenden Bewerber! Wir schalten Ihre Stellenanzeige auf sozialen Plattformen, wie Facebook, Instagram oder auch Indeed, um mehr Bewerbungen für Ihre Stellenausschreibung zu erzielen. Dank unseres Rundum-Sorglos-Pakets übernehmen wir alle für die perfekte Stellenanzeige relevanten Faktoren – vom Design bis zum Text und der richtigen Ausschaltung der Anzeige. Außerdem erhalten Sie zur Erfolgskontrolle immer wieder aktuelle Zahlen zu Ihrer Stellenanzeige bei Jobsocial. (Klicks, erreichte Bewerber, Ausstrahlungen und vieles mehr.)

Kontaktieren Sie uns gerne für ein unverbindliches Angebot zu Ihrer Stellenausschreibung!

 

Jobsocial Checkliste Stellenanzeigen