Was ist die Generation Z und wie erreiche ich sie?

 Generation Z - Wie erreiche ich sie?

Die Generation Z gilt bei vielen als eine Generation, die keine Lust hat zu arbeiten. Doch welche Bedürfnisse haben die 20-Jährigen wirklich und wie gehe ich mit ihnen als Arbeitgeber am besten um? Wie gewinne ich Mitarbeiter, die in dieses Altersspektrum fallen? Wir haben für Sie die wichtigsten Aspekte der Generation Z zusammengefasst.

Wen bezeichnet man als Generation Z?

Nachdem der Begriff „Generation X“ von Robert Capa im Jahr 1950 erstmals geprägt wurde, gab es für die Nachfolgergenerationen ähnliche Bezeichnungen, wie Generation X und Generation Y – und nun, folgt die Generation Z. Die Mitglieder der Generation Z kamen von etwa 1995 bis 2010 zur Welt. Es gibt mittlerweile noch mehr Begrifflichkeiten, wie „Digital Natives“, „Gen Wii“ oder die „iGeneration“. In der Regel werden die verschiedenen Arbeitstypen aber wie folgt eingeteilt:

  • Baby Boomers: geboren zwischen 1943 und 1964
  • Generation X: geboren zwischen 1965 und 1978
  • Generation Y: geboren zwischen 1979 und 1998
  • Generation Z: geboren ab 1999 (je nach Autor auch ab 1995)

Die leistungsstärksten Babyboomer gilt es länger an Bord zu halten, um eine Qualifikationslücke zu vermeiden. Trotzdem muss darauf geachtet werden, geeigneten Nachwuchs zu finden.

Wenn man berechnet, wie alt die Generation Z mittlerweile ist, kommt man auf ein Alter von ca. 20 Jahren – also genau die Bewerber, die es aktuell gilt anzusprechen.
Vorerst betreten die Gen Z die Arbeitswelt vorsichtig. Sei es durch ein Praktikum, eine Ausbildung oder eine Einstiegsposition. Da immer mehr junge Menschen in die Belegschaft eintreten, ist es unerlässlich, darüber nachzudenken, wie Sie diese am besten gewinnen können.

Gerüstet für das Berufsleben?

Nun rüstet sich die Generation Z für das Berufsleben. Und schafft wiederum Veränderungen – und neue Möglichkeiten. Für Arbeitgeber wird es immer schwieriger ihre Ausbildungsstellen zu besetzen und künftige Nachfolger zu finden. Immer mehr junge Menschen entscheiden sich mittlerweile für ein Studium statt einer Ausbildung. Die Unternehmer kritisieren die zunehmenden akademischen Karrieren der vergangenen Jahre: „Wir brauchen wieder mehr Meister und weniger Master.“

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Anzahl der Studienanfänger fast verdoppelt:

  • 2002: 37%
  • 2017: 56%

Wie gewinne ich also die Generation Z für mein Unternehmen?

So tickt die Generation Z

Schon von Kindesbeinen an sind diese jungen Menschen gewohnt, eine Flut von digitalen Informationen zu verarbeiten und für sich zu nutzen. Diese Generation wächst mitten in einer digitalen Welt auf. 24-Stunden vernetzt in der Online-Community und auf Sozialen Kanälen. Sie nehmen Informationen schnell auf und sind immer wieder „hungrig“ fur neue Informationen und Veränderung. Virtuelle Kontakte werden oft gleichwertig zu persönlichen Kontakten gepflegt.

Reale und virtuelle Welt verschmilzen fast schon zu einer, denn soziale Netzwerke, wie WhatsApp, Facebook, Instagram oder Snapchat gehören zum Leben dazu. Inhalte werden im Netz geteilt, Informationen aus dem Netz bezogen und weiterverbreitet. Die digitale Technik wird als selbstverständliche Erweiterung der eigenen Person und der eigenen Möglichkeiten wahrgenommen.

Natürlich ist nicht jeder junge Mensch, der ab dem Ende der 1990er Jahre geboren wurde, gleich. Doch eines trifft in jedem Fall zu: Die Generation Z ist mit den Möglichkeiten einer digital vernetzen Welt groß geworden. Online-Diskussion, Austausch und Interaktion sind Teil des Alltags. Es wird mehr verglichen und mehr hinterfragt als in anderen Generationen.

Merkmale der Generation Z im Arbeitsmarkt

Ausgehend von diesem Kontext, gibt es einige Dinge, die wir über die Generation Z im Bezug auf ihre arbeitsbezogenen Erwartungen sagen können.

  • Sie sind technik begabt

Die Generation Z ist nicht nur begeistert von Technik, sondern kann damit auch noch richtig gut umgehen. Kein Wunder, denn damit sind sie aufgewachsen. Sie wurden im Prinzip mit einem Smartphone in der Hand geboren und haben gerlernt das Wort „WiFi“ vor „Opa“ zu sagen. Mit 5 oder 6 Jahren konnten sie schon besser mit einem iPad umgehen, als so manch anderer. Sie begreifen technische Abläufe schnell und wissen, wie man den PC wieder zum Laufen bringt.

Quelle

 

Infolgedessen nutzen sie es für praktisch jeden Aspekt ihres Lebens. Und sie erwarten nichts Geringeres von ihrem Arbeitsplatz. Für die Generation Z sind Unternehmenssysteme, die in der Cloud gehostet und von überall und auf jedem Gerät zugänglich sind, nichts Besonderes. Das Gleiche gilt für Videoanrufe. Warum einen unpersönlichen, altmodischen Anruf tätigen, wenn Sie FaceTime, Zoom, Hangouts und eine Tonne anderer Videoanrufanwendungen verwenden können, um der anderen Person in die Augen zu sehen?

Dies sind nur zwei der vielen Beispiele für technologische Anwendungen, die von der Generation Z als Norm wahrgenommen werden – aber noch nicht unbedingt von den Organisationen, die sie rekrutieren.

 

  • Sie kennen ihre Schwächen

Eine Studie unter 4.000 Mitgliedern der Generation Z zeigte, dass 37% von ihnen über ihre Fähigkeit besorgt sind, zu kommunizieren und starke zwischenmenschliche Beziehungen aufrechtzuerhalten – ironischerweise befürchten sie, dass die Technologie dies negativ beeinflusst.

Aus Arbeitgebersicht ist es wichtig, dies im Hinterkopf zu behalten, wenn Sie an ein personalisiertes L&D-Programm für Ihre Gen Z-Mitarbeiter denken. Anstatt sich auf die technische Seite ihrer Fähigkeiten zu konzentrieren, sollten Sie den Schwerpunkt auf die Verbesserung ihrer Kommunikationsfähigkeiten legen.

  • Sie sind ernst

Viele Digital Natives erinnern sich noch lebhaft an den Finanzcrash von 2008. Viele von ihnen sahen, was mit ihren Eltern und/oder Großeltern geschah. Dies ist einer der Gründe, warum die Generation Z – anders als beispielsweise ihre tausendjährigen Vorgänger – durchaus risikoavers ist.

Ja, sie legen Wert darauf, dass die Arbeit, die sie erledigen, einen bestimmten Zweck hat, aber sie finden es auch (ebenso wichtig), dass sie ihnen ein gewisses Maß an Sicherheit gibt.

 

Stichpunkte zur Generation Z - Wie tickt sie

Herausforderung: Neue Strategien im Personalbereich erforderlich

Die junge Generation Z ist in einem Kontext aufgewachsen, die von einer anderen Weltansicht und anderen Wertemustern geprägt ist. Sie wollen unabhängiger sein und in Entschiedungen miteinbezogen werden, motiviert und gelobt werden. Sie geht neugierig und offen, unter Nutzung aller technischen Möglichkeiten, auf ihr Arbeitsleben zu und strebt nach einem optimalen Mix aus Arbeitsleben und Freizeit. Umfragen zeigen: Nicht die Höhe des Gehaltes und der mit der Arbeitsstelle verbundene Status sind wichtig für die Generation Z. Stattdessen stehen Selbstverwirklichung, Spaß am Beruf, gutes Arbeitsklima und passendes Arbeitsumfeld im Vordergrund.

Maßnahmen zur Ansprache von Generation Z

Recruiter, HR-Kollegen und Personal-Mitarbeiter beschäftigen sich mit den verschiedenen Möglichkeiten zur Ansprache von Gen Z. Dabei werden viele spannende Wege ausprobiert: Bewerbung über WhatsApp, Influencer Marketing digitale Events an der Schule oder Kampagnen auf Instagram. Die Möglichkeiten sind in der aktuellen Zeit scheinbar unbegrenzt. Dabei gilt es jedoch zu verstehen, dass nicht alle Maßnahmen wirklich sinnvoll sind.

 

Die richtige Bewerbung

Kein Wunder, aber für Gen Z ist ihr Smartphone das bevorzugte Gerät – bei weitem das beste. Als Unternehmen, das diese Digital Natives einstellen möchte, nutzen Sie dies! Eine mobile Rekrutierungsstrategie ist ein Minimum, das Sie benötigen. Da sie ihr ganzes Leben mit ihrem Handy organisieren, suchen junge Bewerber auch auf ihren Handys nach Jobs. Ein paar Elemente, die man im Hinterkopf behalten sollte, sind:

• Vermeiden Sie zu viel Text. Halten Sie Ihre Stellenbeschreibung kurz und bündig und berücksichtigen Sie das mobile Format Ihrer Jobseite.

• Machen Sie es den Bewerbern leicht. Wenn Sie Kandidaten bitten, Dokumente hochzuladen, stellen Sie sicher, dass die Upload-Funktion gut funktioniert – und schnell ist. Fragen Sie nicht nach unnötigen Informationen, die den Bewerbungsprozess verlängern und den Verlust von Bewerbern riskieren, bevor sie das Ende erreicht haben.

• Videos einbinden. Dies kann z. B. sein, um Bewerbern einen kurzen Blick auf Ihr Büro oder ein Mitarbeitergespräch zu ermöglichen.

 

Schnelle Website

Wenn Sie es gewohnt sind, dass alles sofort verfügbar ist: Musik, Nachrichten und Videos, ist es nicht verwunderlich, dass Sie die Geduld verlieren, wenn es mehr als ein paar Sekunden dauert, bis eine Webseite geladen ist, richtig?

Wenn Sie Mitarbeiter der Generation Z einstellen, ist es wichtig, sich ihrer relativ kurzen Aufmerksamkeitsspanne bewusst zu sein. Nicht nur im Hinblick auf Ihren mobilen Anwendungsprozess, wie wir bereits erwähnt haben, sondern auch in Bezug auf:

• Die Nachrichten, die Sie über Ihr Unternehmen (Ihre Kultur) auf Social Media teilen, sowie die Plattform, die Sie dafür verwenden. Gen Z ist sehr videoorientiert, also denken Sie darüber nach, wie Sie das für sich arbeiten lassen können. Wenn beispielsweise viele Ihrer potenziellen Kandidaten Instagram verwenden, können Sie einige ansprechende Inhalte über Stories (die Funktion für temporäre Inhalte in Instagram) erstellen, anstatt einfach nur ein Foto zu veröffentlichen.

• Halten Sie Ihre Kandidaten auf dem laufenden – und engagiert – während des Bewerbungsprozesses. Dies ist immer wichtig, egal aus welcher Generation Ihre Bewerber stammen, aber noch mehr bei Digital Natives, die eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben.

• Passen Sie Ihren Onboarding-Prozess an. Wenn Sie Informationen haben, die sie während ihres Onboardings unbedingt durchgehen müssen, versuchen Sie, sie in ein anderes Format zu übertragen (ja, Video könnte eine gute Alternative sein).

 

Wohlfühlfaktor

Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter werden immer wichtiger. Mit dem wachsenden Bewusstsein der Menschen für einen gesunden Lebensstil, einschließlich Bewegung, Ernährung und psychischer Gesundheit, wächst auch die Bedeutung, die sie ihm am Arbeitsplatz beimessen. Für die Generation Z ist das Gesundheits- und Wellnessprogramm eines Unternehmens – falls vorhanden – ein Faktor, den sie bei der Wahl des Arbeitsplatzes berücksichtigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie ein riesiges Budget oder ein sehr aufwändiges Programm benötigen. Die Schönheit der Gesundheits- und Wellnessprogramme der Mitarbeiter besteht darin, dass sie viele verschiedene Formen und Größen annehmen können. Von Obstkörben und einem kostenlosen, gesunden Mittagessen einmal pro Woche über firmeninterne Yogasitzungen oder gemeinsame Teamevents.

 

Die richtige Strategie zur Akquise von Mitarbeitern der Generation Z schafft einen wertvollen Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die ihre Personalarbeit, die Personalsuche und die Führungsmuster individuell an die verschiedenen Generationen anpassen, profitieren langfristig.

 

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